
PMS – Was ist das?
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) betrifft viele Frauen und ist durch eine Vielzahl von Symptomen gekennzeichnet, die während der Lutealphase des Menstruationszyklus (nach dem Eisprung) auftreten. Die meisten Frauen leiden unter mindestens einem der etwa 300 Symptome, die das PMS charakterisieren, aber nur einige Frauen sind an ihrem normalen Funktionieren gehindert.
Was ist PMS?
PMS (prämenstruelles Syndrom) ist ein Syndrom von Symptomen, die in der Lutealphase des Menstruationszyklus auftreten, d. h. nach dem Eisprung und vor dem Einsetzen der Menstruation. Der Name leitet sich von der charakteristischen emotionalen und körperlichen Anspannung ab, die viele Frauen in dieser Zeit begleitet.
Der Beginn des PMS wird durch die Schwankungen der Hormone Östrogen und Progesteron beeinflusst, die sich in der zweiten Hälfte des Zyklus verändern. Es sei darauf hingewiesen, dass PMS ein sehr häufiges Phänomen ist, das jedoch unterschiedlich verlaufen kann – bei manchen Frauen sind die Symptome kaum wahrnehmbar, während sie bei anderen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können. PMS ist keine Krankheit, kann aber manchmal die Unterstützung eines Spezialisten erfordern, vor allem wenn die Symptome sehr stark sind.
PMS Symptome
Die Symptome des prämenstruellen Syndroms treten in der Regel einige Tage vor der Menstruation auf, bei manchen Frauen jedoch auch bis zu zwei Wochen früher. Dazu gehören sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden.
Zu den am häufigsten genannten körperlichen Symptomen gehören Schmerzen und Empfindlichkeit der Brüste, Wassereinlagerungen, die zu Blähungen führen, Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Manche Frauen bemerken auch einen veränderten Appetit – plötzliche Heißhungerattacken oder bestimmte Gelüste, z. B. auf Süßigkeiten, können auftreten.
Zu den psychischen Symptomen von PMS gehören Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Konzentrationsschwierigkeiten und das Gefühl, überfordert zu sein. Manche Frauen erleben depressive Zustände, die das tägliche Funktionieren beeinträchtigen können.
Interessant ist, dass manche Menschen ungewöhnliche Symptome wie Überempfindlichkeit gegen Licht und Geräusche, Veränderungen der Körpertemperatur oder ein Kribbeln in den Extremitäten beobachten. Viele dieser Symptome treten fünf bis zehn Tage vor der Menstruation auf und verschwinden mit dem Einsetzen der Menstruation, aber ihre Dauer ist unterschiedlich.
Prämenstruelles Syndrom: Wie lange dauern die Beschwerden?
PMS beginnt in der Regel einige bis mehrere Tage vor der Periode und endet mit dem Einsetzen der Blutung, obwohl die Symptome bei manchen Frauen auch länger anhalten können. Normalerweise treten die ersten Symptome etwa 7-10 Tage vor der Periode auf, aber das ist nicht die Regel – manche Frauen bemerken Anzeichen von Anspannung sogar zwei Wochen früher.
Ein langes PMS kann die Folge individueller hormoneller Bedingungen, aber auch von Faktoren wie Stress oder schlechter Ernährung sein. Seltener kommt es vor, dass die Symptome des prämenstruellen Syndroms nach dem Ende der Menstruation anhalten – in solchen Fällen lohnt es sich, einen Arzt aufzusuchen, um andere Ursachen für das Unwohlsein auszuschließen.
Anhaltendes PMS kann zum Beispiel mit einem schwereren prämenstruellen Syndrom (PMDD) verbunden sein, das besondere Aufmerksamkeit und eine angemessene Behandlung erfordert.
Wie kann man die PMS-Symptome lindern?
Obwohl PMS sehr störend sein kann, gibt es viele Möglichkeiten, seine Symptome zu lindern. In erster Linie lohnt es sich, auf die Ernährung zu achten – die Einschränkung von Salz, verarbeiteten Lebensmitteln und Zucker kann helfen, Schwellungen und Stimmungsschwankungen zu verringern. Eine Ernährung, die reich an Magnesium, Kalzium und Vitamin B6 ist, begünstigt das hormonelle Gleichgewicht und kann die Intensität der Beschwerden verringern.
Kräuter wie Echter Eisenhut, Melisse, Baldrian, Brennnessel, Fenchel, Ackerschachtelhalm, Kamille oder Johanniskraut sind für ihre positive Wirkung auf das Hormonsystem bekannt und können die Symptome des prämenstruellen Syndroms lindern. Eine Supplementierung mit Magnesium, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren kann ebenfalls Linderung verschaffen. Körperliche Aktivität ist eine weitere wirksame Behandlung für PMS – regelmäßige Bewegung hilft, die Hormone zu regulieren, verbessert die Durchblutung und baut Stress ab.
Sport, insbesondere moderater Sport wie Yoga, Pilates, Stretching oder Walking, kann helfen, Muskelschmerzen und Verspannungen zu lindern. Es lohnt sich auch, ausreichend zu schlafen und Entspannungstechniken wie Meditation oder tiefes Atmen anzuwenden, die den Körper bei der Stressbewältigung unterstützen.
PMS oder Schwanger?
PMS-Symptome können den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft ähneln, was bei Frauen, die ein Baby erwarten oder eine ungeplante Schwangerschaft befürchten, oft zu Unsicherheit führt. Sowohl das prämenstruelle Syndrom als auch die Frühschwangerschaft können mit Brustspannen, Appetitveränderungen, Stimmungsschwankungen oder Müdigkeit einhergehen. Es gibt jedoch einige Unterschiede – in der Schwangerschaft treten häufig zusätzliche Symptome wie Übelkeit, vermehrter Harndrang oder erhöhte Körpertemperatur auf.
Es sei daran erinnert, dass das bloße Ausbleiben der Periode kein eindeutiges Anzeichen für eine Schwangerschaft ist – Stress, Veränderungen des Lebensstils oder sogar intensives Training können Ihren Zyklus verschieben. Wenn bei Ihnen Symptome auftreten, die auf eine Schwangerschaft hindeuten, und Ihre Periode ausbleibt, sollten Sie einen Schwangerschaftstest machen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, Ihren Arzt zu konsultieren, der Ihnen helfen kann, alle Fragen zu Ihrem Menstruationszyklus und den möglichen Ursachen der Unregelmäßigkeit zu klären.
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